Wichtige Regeln!

Auch ein Freizeitkapitän und seine Crew haben Regeln zu beachten, wenn der Urlaub zu einem störungsfreien Erlebnis werden soll. 
Eine der wichtigsten Regeln an Bord lautet: "Eine Hand für Dich, eine Hand fürs Schiff". 
Zum einen bedeutet es, bei den seemännischen Handlungen an Bord Vorsicht walten zu lassen und immer auch auf sich selbst aufzupassen. Aber diese Regel besagt auch, dass der Aufenthalt an Bord nicht nur reines Privatvergnügen ist, sondern jedes Crewmitglied auch Pflichten hat.

Auch auf dem Wasser gelten Verkehrsregeln

Aber auch für den Verkehr auf dem Wasser gelten Regeln, ähnlich wie im Straßenverkehr. Es gibt Sichtzeichen wie die Verkehrsschilder an Land, die vorschreiben, wie schnell man fahren darf, wo das Festmachen verboten ist oder wo Wellenschlag zu vermeiden ist. Auch rote und grüne Ampeln kommen in der Binnenschifffahrt häufig vor, zB. an Brücken und Schleusen. Ein kleines Handbuch mit den wichtigsten Symbolen und Zeichen sollte immer an Bord sein!
 

 

 

 

Dieses Schild, dass auch in der deutschen Binnenschifffahrt vorkommt, findet sich ebenfalls oft am Ufer der niederländischen Kanäle. Es bedeutet: "Wellenschlag und Sogwirkung vermeiden".
Da selbst kleine Motoryachten eine sichtbare Bugwelle verursachen, ist es ratsam bei Auftauchen dieses Schildes das Fahrtempo zu drosseln.

Gefahren wird auf Kanälen und den Seen in der Regel rechts, begegnen sich zwei Schiffe auf Kollisionskurs hat jedes der beiden Entgegenkommer nach rechts auszuweichen. Festgelegt sind diese Vorschriften unter dem Begriff "Kollisionsverhütungsregeln"(KVR), es gibt von Nation zu Nation geringfügige Unterschiede, aber die wichtigsten Bestimmungen sind international gleich. Über die KVR kann man sich im Internet informieren.   
Freizeitskipper sollten zudem wissen, dass sie der Berufsschifffahrt Vorrang zu gewähren haben. Da kann es schon mal passieren, dass man mit seiner Yacht, obwohl man zuerst an der Schleuse eingetroffen ist, einem Lastschiff den Vorrang geben und selber bis zum nächsten Schleusen warten muss. 


Rücksichtnahme gegenüber anderen
Auch die Rücksichtnahme gegenüber anderen spielt eine wichtige Rolle. So hat der Skipper auch darauf zu achten, ob durch die Wellen, die sein Schiff verursacht, Personen oder Tiere im Wasser, an Land, oder in Ufernähe nachteilig beeinträchtigt werden. Vor allem am Kanalufer sitzende Angler wissen es zu schätzen, wenn nicht zu schnell und mit großer Welle an ihnen vorbeigerast wird. Manchmal allerdings sind gerade die Petrijünger auch etwas zu empfindlich.

Alkohol bis zum Festmachen am Liegeplatz für alle tabu
So manche Motoryacht wird im Urlaub zum Partydampfer und das ist auch völlig in Ordnung, solange kein Crewmitglied ins Wasser fällt. Aber tagsüber, solange die Tour des Tages noch nicht an ihrem Ziel ist, ist es ratsam, auf jeglichen Alkoholgenuss zu verzichten. Und das gilt dann für alle Crewmitglieder, denn alle sind in der Regel irgendwie in die Pflichtaufgaben an Bord eingebunden.
Wir handhaben das schon seit vielen Jahren so und sind immer gut damit gefahren. Erst wenn wir wissen, dass unser Boot am richtigen Platz liegt und gut vertäut ist, ist der Zugriff auf den Alkohol freigegeben. Wir symbolisieren das mit einer kleinen Bierfahne, die dann am Heck des Bootes gehisst wird. Dann weiß die ganze Crew: jetzt ist Alkohol erlaubt. Der Erste, der morgens an Deck kommt, holt die Bierfahne wieder ein. 

 

 

 

Erst wenn die Bierfahne am Liegeplatz gehisst ist und die Fahrt an dem Tag nicht mehr fortgesetzt wird, darf bei uns Alkohol getrunken werden. Und das gilt für alle Crewmitglieder im trinkfreudigen Alter.
Von der Einhaltung dieser Regel hängt ein Stück weit auch die Disziplin an Bord und damit die Autorität des Kapitäns ab.

Es gibt auch andere Seefahrer. Eine Bekannte erzählte mir mal, dass ihre Crewmitglieder bei einer Bootstour in Frankreich bei jeder Schleuse einen Schnaps getrunken haben. Ich kenne Kanäle in Frankreich, da geht es ständig von einer Schleuse in die andere...

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