Juli 2018: Mit der "Donau" nach Zwolle und Dronten 

ANREISE + TAG 1 Von Terherne nach Sneek

Anfang Juli 2018 - also noch ganz zu Beginn des späteren "Supersommers" - hatten wir erstmals nach Jahren die Gelegenheit genutzt, ein Boot etwas länger als eine Woche zu mieten. Unsere Wahl war auf die 13,70 Meter lange Motoryacht "Donau" aus der Flotte von Yachtcharter Wetterwille gefallen, die wir ein Jahr zuvor schon kurz inspizieren durften. 


Wir (ein Ehepaar aus MV) hatten uns an einem Montagmorgen mit unseren drei Harzern, dem anderen Teil der Crew, wie üblich an der Grenze am
Poort van Groningen getroffen und dort ein liebgewonnenes Ritual gepflegt: 
Mit einem gemeinsamen Frühstück im Restaurant wurde traditionsgemäß der Urlaub eröffnet, in die Gemeinschaftskasse eingezahlt und diese samt Kassenbuch an unser jüngstes Crewmitglied übergeben. Denn sie hatte sich schon zweimal vorher als Zahlmeisterin an Bord bestens bewährt. 

In Terherne - unserem Heimathafen in Friesland - kamen wir schon zeitig an. Aber auch das hat Tradition bei uns, denn wir fahren meistens schon nachts los, um der Rushhour rund um Hamburg zu entgehen. Das hatte auch dieses Mal sehr gut geklappt. Die verbleibende Zeit bis zur Übernahme des Bootes nutzen wir eh gern zum Einkaufen in Orten wie Joure oder Heerenveen. Dieses Mal entschieden wir uns für den Jumbo-Supermarkt in Joure. Dort kauften wir erstmal Proviant für zwei Tage ein. 

 

Zurück in Terherne geht die Übernahme des Bootes zügig vonstatten. Wir haben auch Glück, dass die "Donau" an diesem Tag für uns schon so zeitig fertig ist. Die Sachen sind schnell verstaut, mit dem tollen Boot und seinem großzügigen Platzangebot machen wir uns schnell vertraut.
So können wir schon gegen halb drei aus unserem Hafen ablegen. 

Wir haben das Hafenbecken kaum verlassen und nehmen nach unserer per App vorgezeichneten Route Kurs auf die große Schleuse zum Sneeker Meer, die meistens durchgängig offen ist.
Und schon muss das erste Notmanöver eingeleitet werden. Einen Fender, den ich vergessen hatte, richtig festzumachen, ist ins Wasser gefallen.
Unser Mann am Steuer, quasi mein Stellvertreter als Skipper, reagiert schnell und besonnen auf den Ruf "Fender über Bord", stoppt die Maschine auf und fährt dann ruhig einmal um das schwimmende Teil herum. Mit Hilfe des an Bord befindlichen Bootshakens wird der verunglückte Fender unversehrt wieder an Bord geholt und diesmal richtig befestigt.  

Unsere Fahrt an diesem ersten Tag - übrigens bei blauem Himmel und praller Sonne - währt nicht lange. Wir haben vorher geplant, in Sneek festzumachen, wo Liegeplätze nicht so knapp und es bis zum Stadtzentrum nur ein paar Minuten sind. Das Sneekermeer, das wir noch zu durchfahren haben, liegt ruhig da, auch im Kanal Richtung Sneek herrscht nur normaler Betrieb und schon nach einer guten Stunde Fahrt machen wir die "Donau" im Passantenhafen von Sneek fest. 

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