Tipps und Tricks für den Bootsurlaub

Ordnung halten und Bewegungsfreiheit sichern!
Mit mehreren Personen für eine Woche oder länger auf engstem Raum zusammen sein, das erfordert eine gewisse Ordnung an und unter Deck. Aus einem wichtigen Grund: Die Bewegungsfreiheit der Mannschaft muss jederzeit gegeben sein. Nicht nur in Notfällen.
Es ist auch möglich, dass der Skipper während der Fahrt jemanden an Deck ruft, der schnell gebraucht wird. Da darf dieser unten nicht erst über Koffer, Kisten und Taschen stolpern oder an Wäscheleinen hängenbleiben, die vielleicht noch quer durch die Kajüte gespannt sind. 
Eigentlich ist auf einer guten Motoryacht auch genug Stauraum vorhanden, um Kleidung und anderes Gepäck unterzubringen. Und damit die Koffer und Reisetaschen an Bord nicht stören, empfiehlt es sich, diese am Anreisetag gleich auszupacken und im Auto zu deponieren.
Zu den Utensilien, die im Reisegepäck nicht fehlen sollten, gehören die Ladekabel für Handy, Tablet und Kamera. Damit dafür dann auch genug Steckdosen an Bord sind, darf eine Verteilersteckdose gleich mit eingepackt werden.
Leinen nach dem Gebrauch aufschießen
Nach dem Ablegen werden die Leinen wieder eingeholt. Und dann? Dann ist es wichtig, sie für den nächsten Gebrauch griffbereit zu halten. Dazu werden sie entweder im handlichen Schlaufenpack bereitgelegt oder als Schnecke aufgerollt. Das sieht dann auch noch gut aus. Wichtig ist vor allem, dass sie nicnt ungeordnet umherliegen und zur Stolperfalle werden.

Pütz anbinden
An Deck einer jeden Motoryacht befindet sich auch eine sogenannte Pütz. Das ist in den meisten Fällen ein schwerer Gummieimer mit einer Leine dran. Mit Hilfe der Pütz wird Wasser geschöpft, um das Deck zu reinigen. Der Eimer hat zwar ein gewisses Gewicht, was ihn an Deck einigermaßen stabil am Platz hält. Aber dennoch ist es besser, das Ende der Leine an der Reling zu befestigen
(s. Seemannsknoten). Sonst heißt es womöglich noch "Pütz über Bord!" Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, das hier als Tipp aufzuschreiben, hätten wir nicht selbst bei unserem ersten Bootsurlaub in den Niederlanden 2001 einen Bordeimer im Zwarten Meer versenkt.

Fernsehen an Bord
Eigentlich ist ein Bootsurlaub abwechslungsreich genug, so dass man auch gut auf das Fernsehen verzichten kann. Aber die Möglichkeit ist dazu gegeben. Allerdings ist die technische Ausstattung anders als an Land. Die Geräte sind meistens noch keine Flachbild-TV, sondern ältere kleine Geräte, die aber dafür nicht viel Platz wegnehmen.
Welche Programme empfangen werden, hängt von Ausstattung und Standort ab. Einige Boote sind schon mit einer modernen Satelliten-Anlage ausgestattet, die auf das Schauen deutscher Programme ermöglicht. Da muss niemand an Bord auf seine Lieblinsgserie verzichten, sofern der Liegeplatz nicht durch hohe Bäume oder Gebäude so beeinträchtigt wird, dass der Empfang gar nicht möglich ist.
Boote ohne Satellitenempfang sind dafür mit einer DVBT-Antenne ausgestattet, womit in der Regel alle niederländischen Sender empfangbar sind.
Manchmal muss beim Receiver aber vorher noch die entsprechende Region ausgewählt werden. 
Anderen Crews beim An- und Ablegen helfen
Das Anlegen in einem Yachthafen geht viel leichter vonstatten, wenn am Kai oder auf dem Steg jemand bereitssteht, um eine Leine in Empfang zu nehmen und das Boot etwas mit heranzieht oder vorläufig befestigt. Manchmal macht das der Havenmeester oder ein netter Skipper von nebenan. Genau so freuen sich dann andere, wenn Du ihnen ebenso freundlich beim Anlegen hilfst. Man muss ja nicht gleich jedem Boot beispringen, das in den Hafen einläuft, aber dem direkten Nachbarn kann man schon helfen. 

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