Der richtige Liegeplatz

Die Entscheidung, in welchem Ort am Ende der Tagestour das Boot festgemacht werden sollte, ist eine Angelegenheit der ganzen Crew.

Mit oder ohne Landstrom? 
Die Frage des Zielortes richtet sich dabei nach verschiedenen Faktoren. Welche Sehenswürdigkeit auf der Liste der gewünschten Unternehmungen steht, spielt sicher eine Rolle. Oder es bestimmen andere Faktoren das Ziel:
Stehen wichtige Einkäufe zur Versogung der Crew an? Oder steht die Erholung in der Natur im Vordergrund? Wird lieber ein Platz an einem Angelrevier gesucht? Müssen Wasser oder Diesel nachgebunkert werden? Stapelt sich der Müll an Deck? Müssen nach zu kurzer Fahrt die Akkus an Landstrom aufgeladen werden? 

Beliebte Plätze nicht zu spät anfahren
Informationen über Liegeplätze mit oder ohne Landstrom und Möglichkeiten zum Wassertanken oder Dieselbunkern finden sich als symbolische Darstellung in der Karte. Zu beachten ist bei der Planung aber auch, dass beliebte Plätze auch frühzeitig wieder belegt sind. Das trifft für viel besuchte Stadthäfen wie in Lemmer (Friesland), Harderwijk oder Elburg (beides Gelderland) ebenso zu wie für begehrte Liegeplätze in der Natur. Wer zum Beispiel in der Hauptsaison und dann vielleicht noch an einem Wochenende vorhat, einen Liegeplatz an einer Insel wie Marchepole im Tjeukemeer zu ergattern, muss früh aufstehen und am besten schon vormittags darauf lauern, dass andere ablegen.  

Richtig festmachen
Haben sich Kapitän und Crew darauf geeinigt, dass der angelaufene Liegeplatz auch über Nacht genutzt werden soll, gilt es erst einmal, das Boot richtig festzumachen. Dazu muss das Boot mit mehreren Leinen an verschiedenen Festmachern an Land oder am Steg gut vertäut werden. An möglichen Scheuer- und Stoßstellen stellen zwischen Boot und Steg bzw. Kaikante sind Fender in der richtigen Höhe anzubringen.
Erst nach dem Festmachen wird der Motor abgestellt und das Landstromkabel angeschlossen. Es ist möglichst zu vermeiden, dass Leinen oder Kabel zu Stolperfallen an Bord oder an Land werden. 

Beim Hafenmeister anmelden
Ist der richtige Platz gefunden und das Boot festgemacht, gilt es, die Ankunft beim Hafenmeister anzumelden und die Liegeplatzgebühr zu entrichten. Hafenmeister (havenmeester) gibt es aber nicht mehr in allen Häfen. In der Hansestadt Zwolle zum Beispiel im Haven Rodetorenplein wird der Liegeplatz seit vergangenem Jahr per App angemeldet. Der havenmeester kommt zwar noch vorbei, hat mit dem Kassieren aber nichts mehr zu tun. Er kontrolliert aber, ob die Boote am Steg angemeldet sind. 
Wie funktioniert die App?
Link: 
https://aanuit.net/de

An einigen Naturplätzen (Insel de Ral im Veluwermeer nahe Harderwijk) kommt der havenmeester ein- oder zweimal am Tag zum Kassieren vorbei, wenn er die Skipper dann noch antrifft. 


Kostenlose Liegeplätze in Friesland
In der wassersportfreundlichen Provinz Friesland wurden im Verlauf der vergangenen Jahre durch die Initiative "De Marrekrite", an der die Provinz, einige Gemeinden sowie Bootsvermieter beteiligt sind, 3500 Liegeplätze an 300 Standorten in der freien Natur, verteilt auf die gesamte Provinz, geschaffen. Diese Plätze dürfen für begrenzte Dauer (maximal 3 Tage) kostenlos genutzt werden. Alle Skipper sind aufgefordert, mit dafür zu sorgen, dass diese Plätze wieder sauber zurückgelassen werden. Mit dem Kauf von Wimpeln können Skipper die Organisation unterstützen.

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