Boot chartern

Das Angebot an Booten in jeder Größe und Bauart ist riesig in den Niederlanden. Ob kaufen oder mieten - ob Segel- oder Motoryacht, ob Oldtimer oder Neubau - hier wird jeder Bootsliebhaber fündig.
Aber wer gar nicht die Zeit und vielleicht auch nicht das Geld hat, um sich gleich eine eigene Yacht zu kaufen, der kommt auch zu seinem Vergnügen, wenn er sich ein Boot für eine oder mehrere Wochen mietet.
Auch hier ist die Palette der Angebote riesig.

Gewiss kommen auch Freunde des Segelsports auf ihre Kosten, zumal es zahlreiche interessante Segelreviere in den Niederlanden gibt. 
Aber auf dieser Internetseite steht der Urlaub mit der Motoryacht im Vordergrund. Die kann man bei allen Charterunternehmen in den Niederlanden mieten und meistens auch online buchen.

Kein Führerschein nötig
Und: es wird auf niederländischen Gewässern kein Führerschein benötigt!
Sich trotzdem vor Antritt des Urlaubs mit den seemännischen Gepflogenheiten, den Regeln der Schifffahrt und der Navigation ausführlicher zu beschäftigen, wird aber niemandem schaden. 
Wer über keinerlei Erfahrung mit dem Führen von Booten verfügt, sollte das  Skippertraining nutzen, das viele Vermieter für geringen Aufpreis anbieten.
Oder man "mietet" sich für die Dauer des Urlaubs einen Skipper. Dabei ist aber zu beachten, dass auch der an Bord einen Schlafplatz benötigt. Aber es gibt sicher einige leidenschaftliche Skipper, die solch eine Aufgabe gern annehmen. Der Vermieter kennt bestimmt einige davon. 

Hausboot oder Yacht?
Wenn ich anderen von meinem Urlaub in den Niederlanden erzähle, lautet die erste Reaktion immer: "Ach mit dem Hausboot?"
Klar, auch Hausboote kann man mieten und sogar damit fahren. Aber als Hausboot bezeichne ich Boote, die aussehen, wie ein Haus und sich auch schwerfälliger manövrieren lassen, so wie die groben schwimmenden Klötzer, die man gelegentlich in Deutschland auf der Müritz sieht. Mit sowas würde ich aber keinen Urlaub machen.
Die meisten Motorboote, die von Charterunternehmen in den Niederlanden angeboten werden, sind sehr gut ausgestattete Motoryachten im sportlichen Design mit Längen von sechs bis 14 Metern.
Sie lassen sich einfach bedienen, leicht manövrieren und sind unter Deck mit allem ausgestattet, was man braucht, um mit der Familie oder Freunden ein paar schöne Tage oder Wochen an Bord zu verbringen.
Dusche und WC, Geschirr, Radio, Fernsehen, Kaffeemaschine gehören meistens zur Grundausstattung. Zusätzliche Artikel wie Bettzeug, Fahrräder und andere können bei vielen Vermietern extra bestellt werden.
   

 

Das hier ist der Defination nach dann wohl eher ein "Hausboot". Kann gewiss auch ganz cool sein, zusammen mit Freunden mal ein paar Tage auf solch einem schwimmenden Ferienhaus Urlaub zu machen. Aber der Aktionsradius in Fahrt ist arg eingeschränkt. Dafür fährt es zu langsam und manövriert zu schwerfällig.


 

 

Auf einer Motoryacht ist zwar nicht  so viel Platz wie in einem Hausboot. Aber bequem ist sie allemal und sie sieht im Gegensatz zum Hausboot auch wie ein richtiges Schiff aus. Motoryachten sind mit allem ausgestattet, was man braucht, sie sind gut zu manövrieren und man kann mit ihnen auch schon mal "Strecke machen".  

Was kostet ein Mietboot?
Die Preise richten sich nach Ausstattung, Komfort und Saison. Aber da eine Crew meistens aus mehreren Personen besteht, lassen sich die Kosten teilen.
Je nach Bootstyp muss man in der Hauptsaison für ein 12-Meter-Boot für 4 Personen pro Woche rund 1500 Euro bis 1750 Euro Gesamtmietpreis im Durchschnitt einplanen. Es gibt aber auch fast immer Angebote darunter und nach oben kaum eine Grenze. Kosten für Diesel, Wasser und Liegeplätze kommen je nach Verlauf der Tour noch hinzu.
Nach Vertragsabschluss wird in den meisten Fällen eine 50-prozentige Anzahlung auf den Mietpreis fällig. Bei Übernahme des Bootes ist eine Kaution zu hinterlegen. Der Betrag variiert je nach Wert des Schiffes. Praktischerweise entspricht die Kaution oft der Höhe einer Selbstbeteiligung, die bei selbst verursachten Schäden bei Rückgabe des Bootes fällig würde.

Mitunter ist es auch möglich, den Betrag per Kreditkarte auf Abruf zu bereitzustellen. Wird das Boot ohne Schaden zurückgegeben, bekommt der Mieter die Kaution zurück, bzw. der Abruf wird wieder gelöscht.  

Welches Boot für wieviel Personen?
Bei der Auswahl des Bootes aber ist es ratsam, den Platz etwas großzügiger zu planen. Häufig entspricht die für die Belegung als Maximum genannte Personenzahl nicht der Anzahl der festen Kojen an Bord. Die zusätzlichen Schlafplätze können zwar durch Umbauten in der Dinette geschaffen werden.
Tagsüber wird dieser Platz aber von der ganzen Crew gebraucht. Das dort kampierende Crewmitglied verliert dann seine Koje.
Was für den Angelausflug an einem verlängerten Wochenende vielleicht noch ganz gut klappt, kann in einer ganzen Woche, in der es auch ununterbrochen regnen könnte, zum Problem werden.
Das heißt, ein Boot, das für "6 bis 8" Personen angeboten wird, sollte am besten auch nur mit maximal 6 Personen belegt werden.   

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